Freudenberg FTI Communication März 2020

Den eigenen Energietank im Blick

Weltweit steigt die Zahl der Menschen, die an Depressionen und Burnout leiden. Einer der Hauptursachen ist Stress. Der lässt sich zwar (oft) nicht vermeiden, aber managen. Eine Möglichkeit dazu ist PEP, ein Personal Energy Protection-Programm. In ein- bis zweitägigen Seminaren können Freudenberg-Mitarbeiter und -manager lernen, die Faktoren von Stressentstehung zu erkennen, Symptome von Überlastung wahrzunehmen und an Entlastungsstrategien zu arbeiten.

Entscheidungen treffen, „Nein“ sagen, Pausen einplanen, Zeitplan aufstellen und einhalten, Optionen durchspielen, Kompromisse eingehen, nicht versuchen, das Unkontrollierbare zu kontrollieren, achtsam gehen, atmen, schlafen, essen – wer hätte von all dem nicht schon gehört?! Und wer hätte manches davon nicht schon einmal ausprobiert? Womöglich ohne Ergebnis, ohne Erfolg. Irgendwie kommt immer ein Meeting dazwischen, ein neuer Auftrag, ein Problem, das gelöst werden will. Und schon ist der Tag vorbei, die To-do-Liste nicht unbedingt kürzer geworden, und der Kopf auch abends im Bett noch voller Gedanken – an den vergangenen und den kommenden Tag.

PEP kann hier Abhilfe schaffen. Das Kürzel steht für Personal Energy Protection und zielt darauf ab, den inneren Energietank niemals leer werden zu lassen, noch nicht einmal halbleer. Denn sonst drohen Überlastung und Erschöpfung, Leistungsbereitschaft und -fähigkeit sinken, die Anfälligkeit für Krankheiten steigt, und am Ende steht, wenn nicht gegengesteuert wird, der Burnout. Wenn Renate Pasch-Donohoe, die das Konzept entwickelt hat und seit 30 Jahren als Coach und Consultant tätig ist, Teilnehmer in PEP schult, ist ihr deshalb ein Bild besonders wichtig: das vom Energietank. „Wenn Sie morgens ins Auto steigen, blicken Sie ja auch zuerst auf die Tankanzeige und fahren zur Tankstelle, sollte das Benzin nicht reichen“, sagt Pasch-Donohoe, die in ihrem Gelben Haus im pfälzischen Frankenthal die Seminare für Freudenberg-Mitarbeiter und -Manager leitet. Auch jeder Mensch, so der Ansatz von PEP, hat einen Energietank. Nur wenn der voll ist, können die Anforderungen des (Arbeits-)Alltags gemeistert werden.

Aber was tun, wenn der Pegelstand im Tank sinkt? Die Arbeit ist da, die Aufgabenstellungen, Meetings und Deadlines, die Kollegen und Mitarbeiter! Mit einem PEP-Programm für Körper und Kopf lernen die Teilnehmer Werkzeuge kennen, die ihnen helfen können, ihre Energie „intelligent“ zu managen und Stressoren auszuschalten oder zu minimieren. Von zentraler Bedeutung ist dabei, bewusst wahrzunehmen, wie voll der eigene „Energietank“ ist und welche Herausforderungen gerade zu meistern sind, um sich dann gezielt körperlich und mental zu stärken. Dazu gehört – ganz banal –, morgens nach dem Weckerklingeln noch ein paar Minuten liegen zu bleiben, sich mit energieaufbauenden Nahrungsmitteln wie Nüssen und Beeren zu stärken sowie kurze „Boxenstopps“ zum Durchatmen während des Tages einzulegen. Dazu gehört auch, sich mit Stressfaktoren auseinanderzusetzen und sich zu fragen, was sich konkret ändern lässt und was man annehmen muss, weil es außerhalb des eigenen Einflussbereiches liegt. Negative Gedanken sowie innere Stressoren kosten viel Energie und beeinflussen, oft unbewusst, das Handeln und Stressempfinden. Auch Sätze wie „Ich muss perfekt sein“ oder „Ich darf mich nicht in den Mittelpunkt stellen“ können Stress auslösen. PEP kann helfen, solche Glaubenssätze, die einen oft das ganze Leben begleiten, zu erkennen und zu hinterfragen: Woher kommen die Sätze? Sind sie überhaupt wahr? Brauche ich sie heute noch? Könnte ich andere Glaubenssätze formulieren, die mich heute mehr stärken würden?

 

 

Ein zentrales Werkzeug, um die eigenen Bedürfnisse und Motivatoren sowie die der Kollegen besser einordnen zu können, sind die PEP-Profile. Da sind die Visionäre, die sich durch zu viele Regeln und Vorgaben gestresst fühlen; die Teamplayer, die eine positive Atmosphäre schätzen und außerdem Sicherheit und Vertrauen brauchen; die Analytiker, die unter fehlender Struktur und Zeitdruck leiden und wenig spontan sind; die lösungsorientierten Macher, die greifbare Resultate anstreben und Unentschlossenheit als störend empfinden. Jedes Profil bringt Stärken ein, die wichtig für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind. Doch spricht ein „Visionär“ nicht unbedingt die Sprache eines „Analytikers“, und ein Teamplayer legt andere Maßstäbe an als der Macher. PEP vermittelt das Wissen, um auf einer „Wellenlänge“ miteinander zu kommunizieren. „Jeder braucht etwas anderes, um seine Leistungen abrufen zu können, und jeder muss deshalb auch anders angesprochen werden“, sagt Renate Pasch-Donohoe.

 

Am Ende des Seminars steht der Auftrag, jede Woche einen 10-minütigen Termin auszumachen – mit sich selbst, um den persönlichen Energielevel im Blick zu behalten.

Autorin Stephanie Ball – im Auftrag von Freudenberg FTI Communication